Account Based Marketing: Wenn zehn richtige Adressen mehr bringen als zehntausend falsche
Statt möglichst viele Leads zu sammeln, konzentriert sich Account Based Marketing auf eine kleine Liste konkreter Wunschkunden. Wie das in der Praxis funktioniert und wann sich der Aufwand wirklich lohnt.
Kurz beantwortet: Account Based Marketing (ABM) dreht die übliche Logik der Leadgenerierung um: Statt eine breite Zielgruppe anzusprechen und aus vielen Kontakten die passenden herauszufiltern, definiert ein Unternehmen zuerst eine begrenzte Liste konkreter Wunschkunden und richtet Marketing und Vertrieb gezielt auf genau diese Accounts aus. Der Ansatz lohnt sich vor allem dort, wo ein einzelner Kunde einen sehr hohen Wert hat und nur wenige Unternehmen überhaupt als passender Kunde infrage kommen.
Das Wichtigste in Kürze
- ABM startet mit der Liste der Zielunternehmen, nicht mit einer breiten Zielgruppendefinition.
- Der Ansatz lohnt sich vor allem bei hohem Auftragswert und einer kleinen, klar abgrenzbaren Zahl möglicher Kunden.
- Marketing und Vertrieb arbeiten bei ABM enger zusammen als bei klassischer Leadgenerierung, weil beide dieselbe Liste bearbeiten.
- Klassische Kennzahlen wie Lead-Zahl verlieren bei ABM an Bedeutung, entscheidend ist die Aktivität innerhalb der Zielaccounts.