Wie lässt sich eine Customer Journey abbilden, die reale Absprünge zeigt statt nur eine hübsche Grafik?
Eine Journey-Map an der Wand hat noch keinen einzigen Abschluss gerettet. Wie eine Kundenreise aussieht, die tatsächlich zeigt, wo Interessenten aussteigen – und warum.
Kurz beantwortet: Eine Customer Journey bildet ab, über welche Berührungspunkte ein Interessent von der ersten Wahrnehmung bis zum Kauf geht, und an welchen Stellen dabei üblicherweise Absprünge passieren. Der Nutzen liegt nicht in der Grafik, sondern darin, jedem Touchpoint eine Frage zuzuordnen, die er beim Interessenten beantworten muss. Fehlt die Antwort an einer Stelle, bricht die Journey dort ab – unabhängig davon, wie gut die übrigen Stationen gestaltet sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Journey-Map ist kein Diagramm für die Wand, sondern eine Liste von Fragen, die jeder Touchpoint beantworten muss.
- Die meisten Absprünge passieren nicht am Anfang oder Ende, sondern in der Bewertungsphase dazwischen.
- Journey-Mapping funktioniert nur mit echten Daten aus Tracking und Vertriebsgesprächen, nicht mit Annahmen am Whiteboard.
- B2B-Journeys verlaufen selten linear, weil mehrere Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten einsteigen.