Eine Kampagne mit Klicks für 50 Cent kann pro Auftrag teurer sein als eine mit Klicks für 2,10 Euro. Was Google Ads wirklich kostet, zeigt erst die Rechnung bis zum Abschluss.
Fachbeitrag von LeadRaum Redaktion
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Kurz beantwortet: Der Klickpreis sagt über die tatsächlichen Google Ads Kosten wenig aus, weil erst Conversion Rate der Zielseite und Abschlussquote bestimmen, was eine Anfrage und ein Auftrag kosten. Ein Klick für 2 Euro kann günstiger sein als einer für 50 Cent. Das Werbebudget legen Sie selbst fest, sinnvoll wird es ab etwa 30 Conversions im Monat, je nach Branche also ab einigen hundert bis mehreren tausend Euro. Dazu kommen Betreuung, Zielseite und Tracking.
Tragen Sie ein, wie viele Anfragen Sie im Monat brauchen, dazu Klickpreis, Conversion Rate und Abschlussquote. Der Rechner zeigt das nötige Budget und was eine Anfrage tatsächlich kostet.
Budget = Ziel-Leads × CPL, mit CPL = Klickpreis ÷ Conversion Rate
Rückwärts gerechnet aus Umsatzziel, Abschlussquote und Auftragswert.
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Die erste Zahl, die in einem Google-Ads-Konto ins Auge fällt, ist der durchschnittliche Klickpreis. Sie ist gleichzeitig die Zahl, die am häufigsten zu falschen Entscheidungen führt. Wer Google Ads Kosten verstehen will, muss drei Stufen weiter rechnen: vom Klick zur Anfrage, von der Anfrage zum Auftrag und vom Werbebudget zu den Gesamtkosten.
Bei Google Ads zahlen Sie je Klick, nicht je Einblendung. Der Preis entsteht in einer Auktion, in der neben dem Gebot auch die Relevanz von Anzeige und Zielseite zählt. Zwei Anbieter mit identischem Gebot zahlen deshalb unterschiedlich viel und landen auf unterschiedlichen Positionen. Wie diese Bewertung funktioniert, erklärt Google Ads Qualitätsfaktor.
Der Gesamtaufwand umfasst mehr als das Werbebudget:
| Kostenblock | Typische Größenordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Werbebudget | Frei wählbar, mit sinnvoller Untergrenze | Fließt direkt an Google |
| Betreuung | 10 bis 20 % des Budgets oder Festpreis | Bei kleinen Budgets meist Festpreis |
| Zielseite | Einmalig, danach Pflege | Bestimmt die Hälfte der Wirtschaftlichkeit |
| Tracking und Einrichtung | Einmalig | Ohne sie ist keine Steuerung möglich |
Die letzten beiden Posten werden regelmäßig übersehen. Sie sind der häufigste Grund, warum ein an sich vernünftiges Budget keine Anfragen liefert. Was dazugehört, beschreiben Landingpage-Aufbau und Conversion-Tracking.
Klickpreise hängen von Wettbewerb und Auftragswert ab. Die folgenden Werte sind gerundete Durchschnitte für den deutschen Markt und dienen der Einordnung. Regional weichen sie teils erheblich ab.
| Suchbegriff | Monatliches Suchvolumen | Klickpreis, gerundet |
|---|---|---|
| dachdecker | 8.200 | rund 0,50 Euro |
| elektriker notdienst | 1.100 | rund 1,30 Euro |
| wärmepumpe kosten | 23.000 | rund 1,40 Euro |
| photovoltaik anlage kosten | 250 | rund 2,30 Euro |
| rechtsanwalt arbeitsrecht | 2.800 | rund 2,80 Euro |
| steuerberater kosten | 5.300 | rund 0,50 Euro |
| pflegedienst | 12.000 | rund 0,80 Euro |
Der Klickpreis folgt dem Auftragswert, nicht dem Suchvolumen. Ein Interessent für eine Photovoltaikanlage ist einem Anbieter mehr wert als jemand, der allgemein nach einem Dachdecker sucht, entsprechend höher wird geboten. Wie der Preis im Einzelnen entsteht und welche Hebel ihn senken, zeigt CPC: Cost per Click.
Entscheidend ist, was hinter dem Klick passiert. Zwei Kampagnen desselben Dachdeckerbetriebs mit Beispielwerten:
| Kennzahl | Kampagne „Dachdecker allgemein“ | Kampagne „Dachsanierung“ |
|---|---|---|
| Klickpreis | 0,50 € | 2,10 € |
| Conversion Rate der Zielseite | 3 % | 7 % |
| Kosten je Anfrage | 16,67 € | 30,00 € |
| Abschlussquote | 8 % | 25 % |
| Kosten je Auftrag | 208 € | 120 € |
Die allgemeine Kampagne bringt viele Anfragen zu Kleinreparaturen und Preisvergleichen. Die Sanierungskampagne kostet pro Klick mehr als das Vierfache und pro Auftrag trotzdem 42 Prozent weniger, bei deutlich höherem Auftragswert. Wer nur auf den Klickpreis schaut, würde genau die falsche Kampagne kürzen.
Die Zielseite ist dabei der unterschätzte Hebel. Bei 1,30 Euro je Klick und 4 Prozent Conversion Rate kostet eine Anfrage 32,50 Euro, bei 8 Prozent nur 16,25 Euro. Am Werbekonto hat sich dafür nichts geändert. Deshalb steht die Arbeit an der Zielseite fast immer vor der Arbeit an den Geboten, siehe Conversion-Rate-Optimierung. Die vollständige Kette bis zum Auftrag rechnet Kosten pro Lead durch.
Die häufigste Frage lautet, ob 300 Euro im Monat reichen. Die Antwort hängt an der Zahl der Conversions, die daraus entstehen. Automatische Gebotsstrategien brauchen Ereignisse, um zu lernen, als praktische Untergrenze gelten rund 30 Conversions im Monat. Daraus lässt sich das Budget rückwärts rechnen:
Bei 1,30 Euro Klickpreis und 5 Prozent Conversion Rate ergibt das 780 Euro im Monat. Bei 2,80 Euro und 3 Prozent liegt die Untergrenze bereits bei 2.800 Euro.
Wer darunter bleibt, kann trotzdem werben, nur nicht mit automatischer Gebotssteuerung und belastbaren Auswertungen. Dann sind manuelle Gebote, eine enge Region und wenige sehr kaufnahe Suchbegriffe der bessere Weg. Wie das aufgebaut wird, zeigt Kampagnenstruktur. Welcher Kampagnentyp zu welchem Budget passt, ordnet Google Ads Kampagnentypen ein.
Ein zu kleines Budget spart kein Geld, es liefert nur keine Daten. Eine Region und eine Leistung mit ausreichendem Budget bringen mehr als fünf mit jeweils zu wenig. Wie sich daraus eine Gesamtplanung ergibt, zeigt Marketingbudget planen. Google Ads ist dabei selten die einzige sinnvolle Plattform. LeadRaum verteilt das Budget in Echtzeit auf die Plattform, die gerade die günstigsten qualifizierten Anfragen liefert, statt es fest in einem einzigen Konto zu binden. Wann Google Ads in Eigenregie reicht und wann eine Steuerung über mehrere Plattformen mehr bringt, ordnet der Vergleich LeadRaum vs. Google Ads ein.
LeadRaum erzielt mit automatisierter Werbeschaltung im Schnitt 37 % mehr Conversions als bei durchschnittlichen Agenturleistungen.
Das Budget legen Sie selbst fest. Sinnvoll wird es ab etwa 30 Conversions im Monat, weil automatische Gebote erst dann zuverlässig lernen. Das Mindestbudget ergibt sich aus 30 mal Klickpreis geteilt durch Conversion Rate und liegt je nach Branche zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro.
Im deutschen Markt reicht die Spanne von etwa 0,30 Euro bei wenig umkämpften lokalen Begriffen bis über 3 Euro bei beratungsintensiven Leistungen mit hohem Auftragswert. Der Klickpreis folgt dem Auftragswert, nicht dem Suchvolumen.
Weil zwischen Klick und Auftrag noch Conversion Rate und Abschlussquote liegen. Ein Klick für 2,10 Euro auf eine gezielte Kampagne kann pro Auftrag günstiger sein als einer für 50 Cent auf einen allgemeinen Suchbegriff, wenn er häufiger zu einer Anfrage und einem Abschluss führt.
Für automatische Gebotsstrategien meist nicht, weil zu wenige Conversions entstehen. Sinnvoll einsetzbar ist der Betrag mit manuellen Geboten, eng gefasster Region und wenigen sehr kaufnahen Suchbegriffen. Anfragen sind möglich, eine belastbare Optimierungsgrundlage entsteht nicht.
Betreuung mit üblicherweise 10 bis 20 Prozent des Budgets oder einem Festpreis bei kleinen Konten, die einmalige Erstellung einer Zielseite und die Einrichtung des Conversion-Trackings. Vor allem die letzten beiden werden oft übersehen.
Der Klickpreis ist die sichtbarste Zahl im Werbekonto – und die am häufigsten falsch optimierte. Wie der CPC entsteht, was ihn treibt und wann ein hoher Klickpreis das bessere Geschäft ist.
Prozent vom Umsatz ist die bequemste, aber schlechteste Methode. Drei bessere Wege, die Budgethöhe zu bestimmen, plus eine klare Logik für die Verteilung.
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