ChatGPT Ads und Datenschutz: Warum die Anzeigen in Deutschland bewusst nicht personalisiert sind
In den USA fließt der Gesprächskontext ins Targeting ein, in Deutschland zum Start nicht. Warum OpenAI diesen Unterschied bewusst gemacht hat, was DSGVO und Digital Services Act damit zu tun haben – und was für Werbetreibende trotzdem gleich bleibt.
Kurz beantwortet: Seit dem Deutschland-Start am 24. August 2026 sind ChatGPT Ads bewusst nicht personalisiert: Gesprächsverlauf, gespeicherte Erinnerungen und persönliche Profile fließen laut OpenAI zunächst nicht in die Anzeigenauswahl ein. Der Grund liegt in den strengeren europäischen Vorgaben, DSGVO und Digital Services Act allen voran, die für personalisierte Werbung auf Basis von Nutzungsdaten eine informierte Einwilligung verlangen.
Das Wichtigste in Kürze
- Chatverlauf, gespeicherte Erinnerungen und Profile fließen in Deutschland zum Start nicht in die Anzeigenauswahl ein.
- Die DSGVO verlangt für personalisierte Werbung auf Nutzungsdatenbasis in aller Regel eine informierte Einwilligung, kein bloßer Hinweis in den Nutzungsbedingungen genügt.
- Der Digital Services Act verlangt zusätzlich Transparenz darüber, warum eine bestimmte Anzeige einer Person angezeigt wird.
- Für Werbetreibende bedeutet fehlende Personalisierung vor allem, dass Zielgruppenpräzision aktuell über den Anzeigeninhalt selbst entstehen muss, nicht über Nutzerdaten.