Chatverlauf und Erinnerungen bleiben in Europa außen vor, Gesprächsinhalte erhalten Werbetreibende nie. Die Datenschutzfragen liegen deshalb vor allem auf Ihrer eigenen Website.
Fachbeitrag von LeadRaum Redaktion
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Kurz beantwortet: In Europa wählt OpenAI ChatGPT Ads nach dem Thema der laufenden Unterhaltung, dem groben Standort, dem Gerät und der Sprache aus. Chatverlauf, gespeicherte Erinnerungen und persönliche Profile fließen nicht ein, und Werbetreibende erhalten keine Gesprächsinhalte. Die Datenschutzpflichten für Werbetreibende entstehen deshalb vor allem auf der eigenen Website: Pixel und Conversions API von OpenAI brauchen wie jedes Werbe-Tracking eine Einwilligung.
In den USA wurde früh diskutiert, wie viel vom Gesprächskontext ins Targeting einfließt. Für Europa hat OpenAI zum Start eine vorsichtige Antwort gegeben: nur das, worüber gerade gesprochen wird. Für Werbetreibende verschiebt das die Datenschutzfrage von ChatGPT auf die eigene Website.
Eine Anzeige erscheint, wenn das Thema der laufenden Unterhaltung zu einer Gesprächssituation passt, die ein Werbetreibender beschrieben hat. Dazu kommen grober Standort, Gerätetyp und Sprache. Früheren Chats, der Erinnerungsfunktion und persönlichen Profilen entnimmt das System in Europa nichts. Eine Anzeige zu Wärmepumpen erscheint also, weil gerade über Heizungen gesprochen wird, und nicht, weil jemand vor drei Wochen einen Energieausweis hochgeladen hat.
Zusätzlich gelten feste Grenzen: Minderjährige sehen keine Werbung, und neben Gesprächen über Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik erscheinen keine Anzeigen. Werbetreibende sehen im Ads Manager nur zusammengefasste Kennzahlen wie Impressionen, Klicks und Conversions.
Die DSGVO verlangt für Werbung auf Basis von Nutzungsdaten in aller Regel eine informierte, aktiv erteilte Einwilligung. Google und Meta haben für ihre Einwilligungsmodelle in Europa Jahre und mehrere aufsichtsrechtliche Verfahren gebraucht. OpenAI ist diesem Konflikt zum Start ausgewichen: kontextbezogene Anzeigen ohne Profilbildung, eine Einstellung für personalisierte Werbung soll später folgen.
Der Digital Services Act verpflichtet sehr große Plattformen zu Werbetransparenz. Nutzer müssen erkennen können, wer eine Anzeige bezahlt hat und nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurde. Der EU AI Act verlangt, dass KI-generierte Inhalte und bezahlte Botschaften unterscheidbar bleiben. OpenAI setzt Anzeigen deshalb als markierte Karte unter die Antwort und nicht in den generierten Text, mehr dazu in Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte.
Die eigentliche Datenschutzarbeit beginnt, sobald jemand auf die Anzeige klickt.
Pixel. Das OpenAI-Pixel ist ein weiteres Werbe-Tracking auf Ihrer Website. Es darf erst nach Einwilligung laden, gehört als eigener Dienst in das Consent-Banner und in die Datenschutzerklärung, siehe Consent Management.
Conversions API. Die serverseitige Übertragung ersetzt die Einwilligung nicht. Auch wenn keine Cookies im Browser gesetzt werden, gehen personenbezogene Daten wie gehashte E-Mail-Adressen an OpenAI, siehe Server-Side-Tracking.
Kundenlisten und CRM-Anbindung. Wer Kundenlisten hochlädt oder Abschlüsse aus einem CRM wie HubSpot zurückspielt, übermittelt Daten von Bestandskunden. Dafür braucht es eine tragfähige Rechtsgrundlage und einen Hinweis in der Datenschutzerklärung.
Anzeigeninhalt. Die Kennzeichnung als Werbung übernimmt OpenAI. Für die Richtigkeit der Aussagen in Anzeige und Landingpage bleibt der Werbetreibende verantwortlich, einschließlich Preisangaben und Heilmittelwerberecht in der Gesundheitsbranche.
Ohne Profildaten entsteht die Passung über die Beschreibung der Gesprächssituation und den Anzeigentext. Je genauer eine Situation beschrieben ist, desto seltener erscheint die Anzeige in unpassenden Unterhaltungen. Für die übrige Customer Journey ändert sich nichts: Kontaktformulare, Terminbuchung und CRM unterliegen denselben Regeln wie bei jedem anderen Kanal, siehe DSGVO-konforme Leadgenerierung.
Dieser Beitrag bietet eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
LeadRaum bindet ChatGPT Ads mit serverseitigem Tracking ein und berücksichtigt den Dienst in der Einwilligungslogik der Landingpages. Ändert OpenAI das Targeting-Modell für Europa, passt sich die Kampagnensteuerung an, ohne dass Kunden ihre eigene Datenschutzgrundlage neu aufbauen müssen.
LeadRaum erzielt mit automatisierter Werbeschaltung im Schnitt 37 % mehr Conversions als bei durchschnittlichen Agenturleistungen.
Nur über den Kontext: Thema der laufenden Unterhaltung, grober Standort, Gerät und Sprache. Chatverlauf, gespeicherte Erinnerungen und persönliche Profile fließen in Europa nicht ein.
Nein. Der Ads Manager zeigt nur zusammengefasste Kennzahlen wie Impressionen, Klicks und Conversions, keine Gesprächsinhalte und keine Daten einzelner Nutzer.
In aller Regel ja. Es ist ein Werbe-Tracking eines Drittanbieters und gehört in das Consent-Banner und die Datenschutzerklärung. Dasselbe gilt für die Übertragung über die Conversions API.
Nein. OpenAI zeigt Nutzern unter 18 Jahren keine Werbung und schließt Anzeigen neben Gesprächen über Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik aus.
OpenAI hat eine Einstellung angekündigt, mit der Nutzer personalisierte Anzeigen aktivieren können. Einen Termin für Europa gibt es bislang nicht.
Es kommt ein weiterer Empfänger hinzu, sobald Sie Pixel, Conversions API oder Kundenlisten nutzen. Für Landingpage, Formular und CRM gelten die üblichen Regeln unverändert.
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