Suchmaschinen und Sprachmodelle raten, ob eine Zahl ein Preis oder eine Telefonnummer ist. Strukturierte Daten nehmen ihnen das Raten ab, und für Unternehmensseiten reichen dafür fünf Typen.
Fachbeitrag von LeadRaum Redaktion
Die LeadRaum Redaktion bündelt Erfahrung aus über einem Jahrzehnt Performance Marketing, Kampagnensteuerung und Vertriebsprozessen. Alle Beiträge werden vor Veröffentlichung fachlich geprüft und regelmäßig aktualisiert.
Kurz beantwortet: Strukturierte Daten sagen Google, Bing und KI-Systemen ausdrücklich, was auf einer Seite steht: wer das Unternehmen ist, wo es arbeitet, wer einen Beitrag geschrieben hat und wann. Ohne diese Angaben müssen die Systeme den Inhalt aus dem Kontext erschließen und liegen dabei öfter daneben. Für Unternehmensseiten genügen fünf Schema-Typen, eingebunden als JSON-LD im Quelltext.
Ein Crawler, der die Kontaktseite eines Steuerbüros liest, sieht Zeichenketten: „0711 123456“, „Mo bis Fr 8 bis 17 Uhr“, „Königstraße 12“. Dass das eine Telefonnummer, Öffnungszeiten und eine Adresse sind, schließt er aus Mustern. Meist klappt das. Strukturierte Daten machen aus dieser Vermutung eine eindeutige Angabe, und diese Angabe lesen klassische Suchmaschinen genauso wie Systeme, die Antworten generieren.
Drei Wirkungen sind belegbar:
Schwache Inhalte bleiben trotz Markup schwach. Eine dünne Seite mit perfekter Auszeichnung ist eine gut beschriftete dünne Seite.
| Typ | Wofür | Wirkung heute |
|---|---|---|
| Organization | Name, Logo, Profile, Kontakt | Zuordnung des Unternehmens |
| LocalBusiness | Adresse, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet | Abgleich mit dem Unternehmensprofil |
| BlogPosting | Fachbeiträge | Autor und Datum, Einordnung als Fachtext |
| FAQPage | Echte Fragenblöcke | Maschinenlesbare Frage-Antwort-Paare |
| BreadcrumbList | Seitenhierarchie | Pfad statt URL im Suchergebnis |
Ein Hinweis zu FAQPage: Seit August 2023 zeigt Google aufklappbare FAQ-Ergebnisse fast nur noch für Websites von Behörden und Gesundheitsanbietern. Für ein Handwerksunternehmen oder eine Agentur erscheint also kein erweitertes Ergebnis mehr. Die Auszeichnung bleibt trotzdem sinnvoll, weil sie Frage und Antwort eindeutig verknüpft und genau dieses Format von Antwortsystemen gern übernommen wird.
Produkt-, Rezept- oder Veranstaltungsauszeichnungen bringen einem typischen Dienstleister nichts. Wer regional arbeitet, pflegt dafür LocalBusiness besonders sorgfältig: Name, Adresse und Telefonnummer müssen exakt mit dem Unternehmensprofil übereinstimmen, siehe Local SEO.
Empfohlen ist JSON-LD, ein eigener Skriptblock im Quelltext, getrennt vom sichtbaren Layout. Ein gekürztes Beispiel für ein lokales Unternehmen:
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "LocalBusiness",
"@id": "https://www.beispiel-steuerbuero.de/#organisation",
"name": "Steuerbüro Beispiel",
"telephone": "+49 711 123456",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Königstraße 12",
"postalCode": "70173",
"addressLocality": "Stuttgart"
},
"openingHours": "Mo-Fr 08:00-17:00"
}Drei Regeln halten den Aufwand dauerhaft klein:
@id verweisen Beitrag, Website und Organisation aufeinander, statt das Unternehmen auf jeder Seite neu zu beschreiben.Eine FAQ-Auszeichnung ohne sichtbaren Fragenblock, Bewertungssterne ohne echte Bewertungen, ein Autor, der auf der Seite nirgends steht: Google wertet so etwas als Spam und kann erweiterte Darstellungen per manueller Maßnahme entziehen.
Die Auszeichnung beschreibt die Seite. Sie ergänzt sie nicht.
Der dritte Punkt ist der wichtigste. Strukturierte Daten brechen selten beim Anlegen. Sie brechen ein halbes Jahr später, wenn eine neue Vorlage das Skript nicht mehr ausgibt, und niemand merkt es, bis die Breadcrumbs aus den Suchergebnissen verschwunden sind.
Die einmalige Einrichtung der fünf Typen dauert bei einer sauber gebauten Website ein bis zwei Personentage. Werden die Daten aus dem Content-System erzeugt, liegt der laufende Aufwand danach fast bei null.
Einen Sprung in den Platzierungen bringt das nicht. Es bringt eindeutig zugeordnete Inhalte, sauberere Suchergebnisse und eine Grundlage, auf der Sichtbarkeit in ChatGPT und Google AI Overviews aufbauen kann. Sichtbarkeit allein füllt allerdings noch keinen Kalender. LeadRaum setzt eine Stufe später an und sorgt als Agentur dafür, dass aus Besuchern vorqualifizierte Anfragen werden, bevor sie beim Vertrieb landen.
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Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben im Quelltext einer Seite, die den Inhalt eindeutig beschreiben, etwa Unternehmen, Autor, Datum oder häufige Fragen. Sie folgen dem Vokabular von Schema.org und werden üblicherweise als JSON-LD eingebunden.
Nicht direkt. Sie ermöglichen erweiterte Darstellungen wie Breadcrumb-Pfade und machen Inhalte für Suchmaschinen und KI-Systeme eindeutig zuordenbar. Das kann die Klickrate bei gleicher Platzierung erhöhen. Schwache Inhalte werden dadurch aber nicht besser.
In den meisten Fällen genügen fünf: Organization für das Unternehmen, LocalBusiness bei regionalem Bezug, BlogPosting oder Article für Fachbeiträge, FAQPage für echte Fragenblöcke und BreadcrumbList für die Seitenhierarchie.
Aufklappbare FAQ-Ergebnisse zeigt Google seit August 2023 fast nur noch für Behörden und Gesundheitsanbieter. Die Auszeichnung schadet aber nicht und verknüpft Frage und Antwort eindeutig. Sinnvoll ist sie überall dort, wo ein echter, sichtbarer Fragenblock auf der Seite steht.
Nein. Ausgezeichnet werden darf nur, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Verstöße gelten als Manipulationsversuch und können dazu führen, dass erweiterte Darstellungen für die gesamte Domain entfallen.
Suchergebnisse werden zu Antworten. Was das für Inhalte bedeutet – und welche Strukturmerkmale die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zitiert zu werden.
Ein chronologischer Blog ist ein Archiv. Ein Content Hub ist eine Struktur, in der jeder Beitrag einen Platz und eine Aufgabe hat.
Vier Maßnahmen bringen den Großteil der lokalen Sichtbarkeit, und drei davon kosten fast nichts. Der Rest ist häufig Beschäftigung mit Ortsseiten, die niemand liest.