Die meisten Handwerksbetriebe haben genug Arbeit, aber nicht die Arbeit, die sie wollen. Gutes Handwerkermarketing steuert, welche Aufträge kommen, nicht nur wie viele.
Fachbeitrag von LeadRaum Redaktion
Die LeadRaum Redaktion bündelt Erfahrung aus über einem Jahrzehnt Performance Marketing, Kampagnensteuerung und Vertriebsprozessen. Alle Beiträge werden vor Veröffentlichung fachlich geprüft und regelmäßig aktualisiert.
Kurz beantwortet: Marketing für Handwerker lohnt sich auch bei vollen Auftragsbüchern, weil es steuert, welche Aufträge kommen. Ein Betrieb, der über Empfehlungen und Portale ausgelastet ist, arbeitet oft an Kleinaufträgen mit niedriger Marge, während die gewünschten Großprojekte fehlen. Die wirksamsten Kanäle sind ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit vielen Bewertungen, eine Website mit einer Seite je Hauptleistung und Anzeigen mit festem Radius, die genau diese Leistung bewerben. Entscheidend ist, dass Sie für jeden Kanal messen, welche Aufträge daraus entstehen.
Ein Sanitärbetrieb mit 14 Mitarbeitern ist bis Februar ausgebucht. Der Chef sagt, Marketing brauche er nicht. Dann zeigt die Auswertung des letzten Jahres: 70 % der Aufträge waren Reparaturen und Wartungen unter 1.500 €, die meisten aus Empfehlungen und von einem Portal. Komplette Badsanierungen, mit denen der Betrieb das meiste verdient und für die er gerade zwei Fachkräfte eingestellt hat, kamen auf zwölf im ganzen Jahr. Voll ist der Kalender also, nur mit den falschen Terminen.
Diese Lage ist im Handwerk eher die Regel als die Ausnahme. Viele Betriebe haben Arbeit genug, aber wenig Einfluss darauf, welche Arbeit kommt. Dieser Beitrag zeigt, wie Marketing für Handwerker diesen Einfluss zurückgibt: mit welchen Kanälen, in welcher Reihenfolge, zu welchen Kosten und wie Sie das ohne eigene Marketingabteilung steuern.
Wer ausgelastet ist, sieht Marketing oft als Lösung für ein Problem, das er nicht hat. Dabei erfüllt Marketing im Handwerk mehrere Aufgaben, die mit der reinen Auslastung wenig zu tun haben.
Auftragsmix steuern. Die Marge einer Badsanierung, einer Dachneueindeckung oder einer Wärmepumpe liegt pro Arbeitsstunde oft deutlich über der einer Reparatur. Wer gezielt für diese Leistungen wirbt, verschiebt den Mix, ohne mehr zu arbeiten.
Abhängigkeiten senken. Ein Betrieb, der die Hälfte seiner Aufträge über ein Portal oder von zwei Bauträgern bekommt, ist verwundbar. Ändert das Portal seine Preise oder geht ein Bauträger in die Insolvenz, fehlen die Aufträge von einem Monat auf den anderen. Was Portale tatsächlich kosten, rechnet der Beitrag zu den Kosten von Handwerkerportalen durch.
Preise durchsetzen. Wer genug passende Anfragen hat, kann Aufträge ablehnen und muss nicht beim Preis nachgeben. Die Verhandlungsposition hängt direkt an der Zahl der Alternativen.
Saisonale Täler füllen. Viele Gewerke haben ruhige Monate. Der Gartenbauer im Winter, der Heizungsbauer im Hochsommer. Anfragen, die drei Monate vorher gezielt angestoßen werden, füllen diese Lücken.
Fachkräfte gewinnen. Ein Betrieb, der online sichtbar ist und gute Bewertungen hat, ist auch für Bewerber sichtbar. Wie Betriebe das gezielt nutzen, beschreibt der Beitrag zur Mitarbeitergewinnung im Handwerk.
Bevor ein Euro in Werbung fließt, braucht es eine klare Antwort auf diese Frage. Sie ist der Unterschied zwischen Marketing, das den Betrieb nach vorn bringt, und Marketing, das nur den Kalender weiter füllt.
Hilfreich ist eine einfache Tabelle Ihrer Leistungen. Tragen Sie für die letzten zwölf Monate ein, wie viele Aufträge es je Leistung gab, wie hoch der durchschnittliche Auftragswert war und was pro Arbeitsstunde übrig blieb. Die Zahlen müssen nicht auf den Euro genau sein, eine grobe Schätzung reicht.
| Leistung | Aufträge pro Jahr | Ø Auftragswert | Deckungsbeitrag pro Stunde | Wunsch |
|---|---|---|---|---|
| Reparatur und Wartung | 380 | 420 € | niedrig | Halten |
| Heizungstausch Gas | 25 | 14.000 € | mittel | Halten |
| Wärmepumpe | 9 | 32.000 € | hoch | Verdreifachen |
| Komplette Badsanierung | 12 | 24.000 € | hoch | Verdoppeln |
Das Beispiel ist erfunden, die Struktur passt aber auf fast jeden Betrieb. Aus der letzten Spalte ergibt sich die Marketingaufgabe: nicht „mehr Anfragen“, sondern 20 zusätzliche Wärmepumpen und 12 zusätzliche Bäder im Jahr, im Umkreis von 30 km. Daraus folgt alles Weitere: welche Kanäle, welche Botschaft, welches Budget.
Zur Zielfrage gehört auch die Region. Wo wollen Sie arbeiten, wo lohnt sich die Fahrt erst ab einem bestimmten Auftragswert, und in welche Orte fahren Sie ungern? Eine Karte mit den Adressen der Aufträge der letzten Jahre zeigt oft überraschende Muster. Wie Sie daraus ein Einzugsgebiet ableiten und in Anzeigen umsetzen, beschreibt der Beitrag zum Geotargeting.
Für Handwerksbetriebe kommen im Wesentlichen acht Kanäle in Frage. Sie unterscheiden sich darin, wie schnell sie wirken, was sie kosten und wie genau sich steuern lässt, welche Aufträge daraus entstehen.
| Kanal | Wirkt nach | Kosten | Steuerbarkeit der Auftragsart | Messbar |
|---|---|---|---|---|
| Empfehlungen | Laufend | Gering | Gering | Schwer |
| Google-Unternehmensprofil | 2 bis 6 Wochen | Zeit | Mittel, über Kategorien und Leistungen | Ja |
| Bewertungen | Laufend | Zeit | Gering | Indirekt |
| Website mit Leistungsseiten | 3 bis 6 Monate | Einmalig, dann gering | Hoch | Ja |
| Google-Suchanzeigen | Sofort | Laufendes Budget | Sehr hoch, über Suchbegriffe | Ja |
| Facebook und Instagram | Sofort | Laufendes Budget | Hoch, über Motiv und Zielgruppe | Ja |
| Handwerkerportale | Sofort | Je Kontakt oder Abo | Mittel | Ja |
| Fahrzeug, Bauschild, Flyer | Laufend | Einmalig oder je Auflage | Gering | Nur mit Code oder Nummer |
Kein Betrieb braucht alle acht. Für die meisten reicht eine Kombination aus Google-Profil, Bewertungen, Leistungsseiten und einem bezahlten Kanal. Welcher bezahlte Kanal passt, hängt von der Leistung ab: Wer nach „Heizung kaputt“ sucht, ist auf Google. Wer über eine neue Küche nachdenkt, ohne schon zu suchen, ist eher auf Instagram oder Facebook erreichbar.
Die Reihenfolge folgt dem Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Wer neu startet, arbeitet sie von oben nach unten ab.
Wer „Elektriker Reutlingen“ oder „Dachdecker in der Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte. Diese Einträge kommen aus dem Google-Unternehmensprofil. Ein vollständiges Profil ist die günstigste Marketingmaßnahme für Handwerker überhaupt, denn sie kostet nur Zeit.
Wichtig sind vor allem drei Felder. Die Hauptkategorie entscheidet, für welche Suchen Sie erscheinen, und sie sollte die Leistung treffen, die Sie verkaufen wollen. Unter Leistungen tragen Sie jede einzelne Leistung mit kurzer Beschreibung ein. Und die Fotos zeigen echte Baustellen, das Team und die Fahrzeuge, keine Stockbilder. Wie Sie das Profil Schritt für Schritt aufbauen, zeigt der Beitrag Google Business Profile optimieren.
Zwischen drei Betrieben auf der Karte entscheiden Kunden meist nach Sternen und Anzahl der Bewertungen. Im Handwerk wiegt das besonders schwer: Wer einen Betrieb für Wochen ins eigene Haus lässt, will vorher sehen, dass andere damit gute Erfahrungen gemacht haben. Ein Profil mit drei Bewertungen überzeugt da wenig.
Bewertungen entstehen, wenn jemand danach fragt. Der beste Moment ist die Abnahme, wenn der Kunde das fertige Bad sieht oder die neue Heizung läuft. Ein QR-Code auf dem Abnahmeprotokoll oder ein Link per WhatsApp am selben Abend senkt die Hürde. Monteure, die den Kunden persönlich kennen, erreichen dabei mehr als eine automatische E-Mail drei Wochen später. Weitere Wege beschreibt der Beitrag Google-Bewertungen bekommen.
Die Website eines Handwerksbetriebs muss keinen Designpreis gewinnen. Sie muss drei Dinge leisten: zeigen, dass Sie die gesuchte Leistung in der Region anbieten, Vertrauen aufbauen und eine Anfrage so einfach wie möglich machen.
Konkret heißt das eine eigene Seite je Hauptleistung, also „Badsanierung“, „Wärmepumpe“, „Dachsanierung“, mit Ablauf, groben Kosten, Referenzen aus der Region und einem kurzen Formular. Die Startseite, die alles für alle sein will, bringt bei Suchmaschinen und Anzeigen deutlich weniger. Auf dem Smartphone muss die Telefonnummer mit einem Fingertipp anrufbar sein, denn ein großer Teil der Handwerkeranfragen kommt per Telefon. Wie eine Seite aufgebaut sein muss, damit sie Anfragen bringt, beschreibt der Beitrag zum Landingpage-Aufbau.
Ein Formular sollte dabei bereits die wichtigsten Fragen stellen: Was soll gemacht werden, wo liegt das Objekt, wann soll es losgehen? Wer diese drei Antworten vor dem ersten Anruf kennt, spart sich Besichtigungen bei Projekten, die nicht passen. Ein Formular mit drei Auswahlfeldern füllen Kunden dabei eher aus als ein leeres Textfeld.
Organische Sichtbarkeit braucht Monate. Anzeigen wirken ab dem ersten Tag, und sie lassen sich am genauesten auf die gewünschten Aufträge ausrichten.
Bei Google-Suchanzeigen buchen Sie Suchbegriffe wie „Wärmepumpe Kosten“ oder „Badsanierung Komplettpreis“, beschränkt auf Ihr Einzugsgebiet. Wer so sucht, plant ein Projekt. Begriffe wie „Wärmepumpe Ausbildung“ oder „Badsanierung selber machen“ schließen Sie aus, sonst zahlen Sie für Klicks, aus denen nie ein Auftrag wird. Die Grundlagen der Suchbegriffswahl erklärt die Keyword-Recherche.
Bei Facebook und Instagram erreichen Sie Menschen, die noch nicht suchen: Hausbesitzer zwischen 40 und 65 im Umkreis, die ein Vorher-Nachher-Bild eines Bades sehen und dabei an das eigene denken. Diese Kontakte sind früher in der Entscheidung, brauchen deshalb ein Formular, das ihren Stand abfragt, und manchmal mehrere Kontaktpunkte bis zur Anfrage. Dafür ist der Wettbewerb um sie deutlich kleiner als bei Google. Wie Sie die Zielgruppe dort sauber einstellen, zeigt der Beitrag zu Meta-Ads-Zielgruppen.
Ein realistischer Einstieg liegt bei 500 bis 1.500 € Werbebudget im Monat, verteilt auf ein oder zwei Kanäle. Ein Wärmepumpen-Lead kostet je nach Region und Saison oft 40 bis 120 €. Bei einem Auftragswert von 30.000 € und einer Abschlussquote von 15 % rechnet sich das schnell. Wichtig ist der Zeitraum: Erst nach acht bis zwölf Wochen liegen genug Daten vor, um zu entscheiden, was weiterläuft.
Ohne Messung bleibt Marketing Glückssache. Für den Anfang reichen drei Dinge: ein Conversion-Tracking auf dem Anfrageformular, eine eigene Telefonnummer für die Website und die Anzeigen, und die Frage „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ bei jedem Erstkontakt, eingetragen in eine Liste oder ins CRM. Mit Call-Tracking lässt sich auch bei Anrufen genau sehen, welche Anzeige geklingelt hat.
Am Ende des Quartals sehen Sie dann für jeden Kanal: wie viele Anfragen, wie viele Besichtigungen, wie viele Aufträge, welcher Umsatz. Erst diese Zahl sagt, ob sich ein Kanal lohnt. Eine Anfrage für 90 € ist billig, wenn jede fünfte zum Auftrag über 25.000 € wird. Eine für 20 € ist teuer, wenn keiner der Kontakte das Projekt wirklich machen will.
Der teuerste Fehler im Handwerkermarketing passiert nach der Anfrage. Ein Kunde, der eine Badsanierung anfragt, fragt meist auch bei zwei, drei anderen Betrieben an. Wer am selben Tag zurückruft, hat einen Vorsprung, den ein besseres Angebot eine Woche später kaum aufholt. Warum die ersten Stunden so viel ausmachen, zeigt der Beitrag zur Lead-Reaktionszeit.
Genauso wichtig ist das Nachfassen nach dem Angebot. Viele Angebote bleiben unbeantwortet, obwohl der Kunde gar nicht abgesagt hat. Er überlegt noch, wartet auf eine zweite Meinung in der Familie oder auf die Finanzierungszusage. Ein kurzer Anruf nach einer Woche und eine Nachricht nach drei Wochen holen einen Teil davon zurück. Ein einfaches CRM für Handwerker erinnert an diese Termine, damit sie im Tagesgeschäft nicht untergehen.
LeadRaum bewirbt gezielt Ihre Wunschleistung im Einzugsgebiet, verteilt das Budget in Echtzeit über mehr als 30 Werbeplattformen und prüft jede Anfrage anhand Ihrer Kriterien, bevor sie bei Ihnen ankommt. Sie bekommen Anfragen statt einer weiteren Aufgabe.
Die Frage nach dem richtigen Budget hängt an zwei Zahlen: dem Wert eines Auftrags und dem Anteil der Anfragen, der zum Auftrag wird. Eine einfache Rechnung zeigt, was eine Anfrage höchstens kosten darf.
| Kennzahl | Badsanierung | Dachreparatur |
|---|---|---|
| Ø Auftragswert | 24.000 € | 2.800 € |
| Deckungsbeitrag | 30 % = 7.200 € | 35 % = 980 € |
| Abschlussquote der Anfragen | 20 % | 40 % |
| Max. Werbekosten pro Auftrag (25 % des DB) | 1.800 € | 245 € |
| Max. Kosten pro Anfrage | 360 € | 98 € |
Die Werte sind ein Rechenbeispiel. Sie zeigen aber, warum große Leistungen fast immer die bessere Grundlage für Werbung sind. Bei der Badsanierung darf eine Anfrage 360 € kosten, und trotzdem bleibt der Großteil des Deckungsbeitrags beim Betrieb. Bei der Dachreparatur ist der Spielraum knapp. Wie viel vom Deckungsbeitrag Sie in Werbung stecken wollen, ist eine unternehmerische Entscheidung. Die Rechnung dahinter erklärt der Beitrag zu CAC und LTV.
Zu den Werbekosten kommen die Kosten für die Umsetzung. Ein Betrieb hat dafür im Kern drei Möglichkeiten:
Welche Variante für welchen Betrieb passt, beschreibt der Beitrag Agentur, Inhouse oder Software. Eine Faustregel: Wer keine Person hat, die mindestens zwei Stunden pro Woche Kampagnen betreut, sollte bezahlte Anzeigen nicht selbst schalten.
Für alles werben. Eine Anzeige „Ihr Partner für Sanitär, Heizung und Klima“ spricht niemanden an. Wer eine neue Heizung braucht, klickt auf die Anzeige, die von Heizungen spricht. Pro Leistung eine Kampagne, ein Motiv, eine Seite.
Zu großes Gebiet. Ein Radius von 50 km um den Betrieb bringt Anfragen aus Orten, in die niemand fahren will. Jede abgesagte Anfrage hat Werbebudget gekostet und kostet zusätzlich die Zeit für den Rückruf.
Telefon nicht messen. In vielen Gewerken kommt die Hälfte der Anfragen telefonisch. Wer nur Formulare misst, hält gute Kampagnen für schlecht und schaltet sie ab.
Nach drei Wochen aufgeben. Werbekonten brauchen Zeit, um zu lernen, und ein Bad wird selten in derselben Woche beauftragt, in der die Anzeige läuft. Wer nach drei Wochen ohne Auftrag aufhört, hat das Lehrgeld bezahlt und den Ertrag verschenkt.
Bewertungen unbeantwortet lassen. Eine sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung zeigt späteren Lesern, wie der Betrieb mit Problemen umgeht. Ohne Antwort wirkt die Kritik schwerer, als sie ist.
Saison verschlafen. Wer Wärmepumpen im Oktober bewirbt, konkurriert mit allen anderen. Wer im Juni beginnt, fängt die Kunden ab, die vor dem Winter planen. Mehr dazu im Beitrag zur Saisonalität im Marketing.
Studien zur Online-Präsenz von Handwerksbetrieben, etwa vom Marketing-Software-Anbieter Localyzer, zeigen immer wieder dasselbe Bild: Viele Betriebe haben kein vollständiges Google-Profil, keine aktuelle Website oder wenige Bewertungen, und auf dem Land ist die Lücke tendenziell größer als in der Stadt. Für den einzelnen Betrieb ist das eine gute Nachricht. In vielen Regionen reicht schon ein sauber gepflegtes Profil mit 50 Bewertungen und eine ordentliche Leistungsseite, um auf der Karte oben zu stehen.
Wie es in Ihrem Einzugsgebiet aussieht, finden Sie in einer Stunde heraus. Suchen Sie bei Google nach Ihren drei wichtigsten Leistungen mit Ihrem Ort und notieren Sie, wer auf der Karte oben steht, wie viele Bewertungen diese Betriebe haben und wer Anzeigen schaltet. Eine Anleitung dazu bietet die Wettbewerbsanalyse für Handwerksbetriebe. Was „online sichtbar“ genau bedeutet und wie Sie es messen, beschreibt der Beitrag zur Online-Sichtbarkeit.
Die meisten Handwerksbetriebe haben niemanden, der sich hauptberuflich um Marketing kümmert. Der Chef macht es nebenbei, abends, wenn die Angebote geschrieben sind. Das funktioniert für Google-Profil und Bewertungen, weil beides wenig Zeit braucht und sich gut in den Alltag einbauen lässt. Bei bezahlten Anzeigen wird es schwierig, denn sie brauchen regelmäßige Pflege: Suchbegriffe prüfen, Motive tauschen, Budget verschieben.
Genau für diese Situation ist LeadRaum gebaut. Die Agentur entwickelt Anzeigen und Formulare für Ihre Wunschleistung, die Software verteilt das Budget laufend auf die Werbeplattformen, auf denen gerade die günstigsten qualifizierten Anfragen entstehen, und jede Anfrage wird anhand der gemeinsam festgelegten Kriterien geprüft: Leistung, Region, Zeitrahmen. Bei Ihnen kommen die Anfragen an, die Sie bearbeiten wollen. Weitere Wege, an Kunden zu kommen, ohne selbst zu akquirieren, zeigt der Beitrag Kunden gewinnen ohne Akquise. Wie lokales Marketing jenseits des Handwerks funktioniert, beschreibt der Ratgeber zum lokalen Marketing.
Praxis nach Branche
Dieselben Mechanismen, übersetzt auf die Anfragesituation einzelner Gewerke.
Meist ja, weil Marketing nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Aufträge steuert. Viele ausgelastete Betriebe arbeiten überwiegend an Kleinaufträgen mit niedriger Marge. Gezielte Werbung für die Wunschleistung verschiebt den Auftragsmix, senkt die Abhängigkeit von Portalen und Großkunden und hilft, Preise durchzusetzen.
Das Google-Unternehmensprofil mit vielen aktuellen Bewertungen. Es entscheidet, ob der Betrieb bei Suchen wie „Dachdecker in der Nähe“ auf der Karte erscheint, und kostet nur Zeit. Danach folgen eine Website mit einer Seite je Hauptleistung und bezahlte Anzeigen für die Leistungen, die der Betrieb ausbauen will.
Für Online-Anzeigen sind 500 bis 1.500 Euro im Monat ein realistischer Einstieg. Entscheidend ist, was eine Anfrage höchstens kosten darf. Das ergibt sich aus Auftragswert, Deckungsbeitrag und Abschlussquote. Bei großen Leistungen wie Badsanierung oder Wärmepumpe darf eine Anfrage oft mehrere Hundert Euro kosten.
Als bezahlter Kanal oft ja, vor allem für sichtbare Leistungen wie Bäder, Küchen, Dächer oder Gärten. Facebook und Instagram erreichen Hausbesitzer, die noch nicht aktiv suchen. Regelmäßige organische Posts sind dagegen viel Aufwand für wenig Reichweite und eignen sich eher für das Arbeitgeberimage als für Kundenanfragen.
Portale bringen schnell Kontakte, aber meist im Wettbewerb mit mehreren anderen Betrieben um denselben Auftrag. Das drückt Preise und Abschlussquoten. Als Ergänzung können sie sinnvoll sein, als einzige Quelle machen sie den Betrieb abhängig von den Konditionen des Portals.
Ordnen Sie jede Anfrage einem Kanal zu: über Formular-Tracking, eine eigene Telefonnummer für Website und Anzeigen und die Frage nach der Quelle beim Erstkontakt. Nach einem Quartal sehen Sie für jeden Kanal Anfragen, Aufträge und Umsatz und können das Budget dorthin verschieben, wo die besten Aufträge entstehen.
Flyer, Google-Profil, Radiospot oder Facebook-Anzeige im Umkreis: Lokales Marketing scheitert selten an der Maßnahme, sondern daran, dass niemand weiß, welche davon Anfragen bringt.
Eine Portalanfrage für 45 Euro wirkt günstig. Geht sie an vier Betriebe gleichzeitig, kostet der Auftrag am Ende oft mehr als über eine eigene Kampagne mit doppeltem Anfragepreis.
Viele CRM-Systeme sind für Konzerne gebaut, nicht für einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern. Welche Funktionen im Handwerksalltag tatsächlich zählen und welche nur die Bedienung verkomplizieren.