Marketing-Abkürzungen von A bis Z: das große Glossar
CPC, CPM, CTR, ROAS, LTV, MQL, DOI, AEO – wer im Marketing arbeitet, stolpert täglich über Kürzel. Dieses Glossar erklärt sie in verständlichem Deutsch und führt zu den passenden Beiträgen im Content Hub.
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Fachbeitrag vonLeadRaum Redaktion
Die LeadRaum Redaktion bündelt Erfahrung aus über einem Jahrzehnt Performance Marketing, Kampagnensteuerung und Vertriebsprozessen. Alle Beiträge werden vor Veröffentlichung fachlich geprüft und regelmäßig aktualisiert.
Fachredaktion Marketing & Vertrieb·Veröffentlicht am 30. Juli 2026·11 Min. Lesezeit
Kurz beantwortet: Die wichtigsten Marketing-Abkürzungen betreffen Kosten je Ergebnis (CPC, CPM, CPL, CPA, CPO, CAC), Ertrag (ROAS, ROI, LTV), Interaktion (CTR, CR), Lead-Stufen (MQL, SQL), Kanäle (SEO, SEA, AEO) sowie Tracking und Recht (UTM, GA4, DSGVO, DOI). Dieses Glossar erklärt sie einzeln.
Das Wichtigste in Kürze
Fast alle Kostenkürzel folgen derselben Logik: Kosten geteilt durch ein definiertes Ereignis.
Ohne Angabe des gezählten Ereignisses ist keine dieser Kennzahlen vergleichbar.
Für die Steuerung eines mittelständischen Unternehmens genügen rund zehn Kennzahlen.
Alle Einträge sind mit dem jeweils ausführlichen Beitrag im Content Hub verknüpft.
Marketing hat ein Abkürzungsproblem. In einer einzigen Besprechung fallen CPL, ROAS, MQL, CWV und DOI – und selten meinen alle Beteiligten dasselbe. Dieses Glossar ordnet die gängigen Kürzel nach Themengebieten, erklärt sie in einem Satz und verweist auf den jeweils ausführlichen Beitrag.
Wer nur wissen will, welche Zahlen wirklich zählen, findet die kurze Antwort im letzten Abschnitt.
Kosten je Ergebnis
Alle Kürzel dieser Gruppe folgen derselben Formel: Kosten geteilt durch eine gezählte Handlung. Sie unterscheiden sich ausschließlich darin, was gezählt wird.
CPC – Cost per Click. Kosten je Klick auf eine Anzeige. Entsteht in einer Auktion aus Gebot, Wettbewerb und Anzeigenqualität. Ausführlich in CPC berechnen und senken.
CPM / TKP – Cost per Mille, Tausend-Kontakt-Preis. Preis für tausend Einblendungen. Beide Begriffe meinen dasselbe, siehe CPM und TKP.
vCPM – viewable CPM. Preis je tausend tatsächlich sichtbarer Einblendungen.
Zwölf Kennzahlen genügen, um Leadgenerierung zu steuern. Der Beitrag zeigt sie in ihrer logischen Kette – und benennt die Zahlen, die nur beschäftigen.
Der Klickpreis ist die sichtbarste Zahl im Werbekonto – und die am häufigsten falsch optimierte. Wie der CPC entsteht, was ihn treibt und wann ein hoher Klickpreis das bessere Geschäft ist.
Cost per Action, Cost per Order, Cost per Conversion – dieselbe Idee, unterschiedliche Bezugsgrößen. Wie Sie den Ziel-CPA aus Ihrer Marge ableiten und die Zahlen im Werbekonto richtig lesen.
Kosten je Videoabruf, üblich bei YouTube-Kampagnen.
CPE – Cost per Engagement. Kosten je Interaktion, etwa Kommentar oder Reaktion.
CPL – Cost per Lead. Kosten je eingegangener Anfrage – die wichtigste Steuerungsgröße im Tagesgeschäft, siehe Kosten pro Lead.
CPQL – Cost per Qualified Lead. Kosten je Anfrage, die die Qualitätskriterien erfüllt. Grundlage dafür ist Lead-Qualität messen.
CPA / CPO / CPS – Cost per Action, Order, Sale. Kosten je Abschluss beziehungsweise Auftrag, siehe CPA, CPO und Cost per Conversion.
CAC – Customer Acquisition Cost. Kosten je Neukunde, einschließlich Personal, Werkzeugen und Honoraren. Die einzige vollständige Kostengröße, siehe CAC und LTV.
CPP – Cost per Point. Preis für einen Prozentpunkt Reichweite in der klassischen Mediaplanung.
Wie diese Werte in eine Budgetplanung übersetzt werden, beschreibt Marketingbudget planen.
Ertrag, Wert und Wirtschaftlichkeit
ROAS – Return on Ad Spend. Umsatz geteilt durch Werbekosten. Ohne Marge nicht interpretierbar, siehe ROAS berechnen.
ROI – Return on Investment. Gewinn im Verhältnis zu allen eingesetzten Kosten. Härter als der ROAS, aber aufwendiger zu ermitteln.
ROMI – Return on Marketing Investment. Der ROI, begrenzt auf Marketingausgaben.
LTV / CLV – Lifetime Value, Customer Lifetime Value. Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung erzeugt.
LTV:CAC – Verhältnis von Kundenwert zu Gewinnungskosten. Ein Wert von drei zu eins gilt als solide Orientierung, siehe CAC und LTV.
AOV – Average Order Value. Durchschnittlicher Auftrags- oder Bestellwert.
ARPU – Average Revenue per User. Durchschnittserlös je Kunde in einem Zeitraum.
DB – Deckungsbeitrag. Umsatz abzüglich variabler Kosten. Die Größe, aus der sich alle Zielwerte ableiten.
MER – Marketing Efficiency Ratio. Gesamtumsatz geteilt durch gesamte Marketingkosten – ein kanalunabhängiger Gegenwert zum ROAS.
POAS – Profit on Ad Spend. Wie der ROAS, aber auf Basis des Deckungsbeitrags statt des Umsatzes.
KUR – Kosten-Umsatz-Relation. Werbekosten geteilt durch Umsatz, also der Kehrwert des ROAS.
Payback / Amortisationsdauer. Zeitraum, bis ein Neukunde seine Gewinnungskosten eingespielt hat.
Bounce Rate / Absprungrate. Anteil der Besuche ohne weitere Interaktion.
Dwell Time. Verweildauer auf der Seite nach einem Suchergebnisklick.
Lead-Stufen und Vertrieb
Lead. Kontakt, der Daten hinterlassen hat – die Definition dahinter klärt Was ist ein Lead.
MQL – Marketing Qualified Lead. Erfüllt die Übergabekriterien des Marketings.
SAL – Sales Accepted Lead. Vom Vertrieb angenommen und in Bearbeitung.
SQL – Sales Qualified Lead. Als echte Verkaufschance bestätigt. Alle drei Stufen im Detail in MQL, SQL und SAL.
PQL – Product Qualified Lead. Qualifiziert über die tatsächliche Produktnutzung.
ICP – Ideal Customer Profile. Beschreibung des Wunschkunden, Grundlage jeder Zielgruppenauswahl, siehe Leadgenerierung im B2B und B2C.
BANT / MEDDIC / CHAMP. Prüfraster zur Qualifizierung im Erstgespräch.
SLA – Service Level Agreement. Verbindliche Vereinbarung über Übergabe und Reaktionszeiten zwischen Marketing und Vertrieb, siehe Marketing und Vertrieb: SLA.
CRM – Customer Relationship Management. System zur Führung aller Kontakte und Vorgänge, siehe CRM einführen.
Pipeline / Funnel. Gesamtheit der laufenden Verkaufschancen, siehe Marketing-Funnel.
TOFU / MOFU / BOFU – Top, Middle, Bottom of Funnel. Phasen der Kaufentscheidung von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Entscheidung.
Close Rate / Abschlussquote. Anteil der Verkaufschancen, die zu einem Auftrag führen, siehe Abschlussquote verbessern.
Speed to Lead. Zeit zwischen Anfrage und Erstkontakt – der stärkste Einzelhebel überhaupt, siehe Lead-Reaktionszeit.
Sales Cycle. Durchschnittliche Dauer von der Anfrage bis zum Auftrag.
UTM – Urchin Tracking Module. Parameter zur Kennzeichnung von Links, siehe UTM-Parameter.
GA4 – Google Analytics 4. Aktuelle Generation des Analyse-Werkzeugs, ereignisbasiert statt sitzungsbasiert.
GTM – Google Tag Manager. Werkzeug zur Verwaltung von Messcodes ohne Eingriff in den Quelltext.
sGTM – Server-side Google Tag Manager. Serverseitige Variante, siehe Server-Side-Tracking.
CAPI – Conversions API. Serverseitige Übergabe von Conversions an eine Werbeplattform.
EC / gclid / fbclid. Klick-Kennungen, über die Plattformen einen Besuch der Anzeige zuordnen.
DDA – Data-Driven Attribution. Datengetriebene Verteilung des Beitrags auf Kontaktpunkte.
MTA – Multi-Touch-Attribution. Oberbegriff für Modelle, die mehrere Kontaktpunkte gewichten.
MMM – Marketing-Mix-Modeling. Statistische Wirkungsschätzung ohne Nutzerdaten. Beide Ansätze ordnet Attributionsmodelle ein.
CDP – Customer Data Platform. System zur Zusammenführung von Kundendaten aus mehreren Quellen.
API – Application Programming Interface. Schnittstelle zwischen zwei Systemen.
CWV – Core Web Vitals mit LCP (Ladezeit des Hauptinhalts), INP (Reaktionszeit auf Eingaben) und CLS (Layout-Verschiebungen), siehe Ladezeit und Conversion.
JSON-LD / Schema.org. Format und Vokabular für strukturierte Daten, siehe strukturierte Daten.
Was technisch aufgesetzt werden muss, damit diese Kürzel überhaupt Zahlen liefern, beschreibt Conversion-Tracking; die häufigsten Fehlerquellen benennt Datenqualität im Tracking. Telefonische Anfragen bleiben ohne Call-Tracking unsichtbar.
Recht und Datenschutz
DSGVO / GDPR – Datenschutz-Grundverordnung. Europäischer Rechtsrahmen für die Verarbeitung personenbezogener Daten, siehe DSGVO-konforme Leadgenerierung.
TDDDG – Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz. Regelt unter anderem den Zugriff auf Endgeräte, also Cookies.
DOI – Double-Opt-in. Zweistufige Einwilligung mit Bestätigungsmail, siehe Double-Opt-in.
SOI – Single-Opt-in. Einstufige Anmeldung ohne Bestätigung – in Deutschland für Werbung nicht ausreichend.
CMP – Consent Management Platform. System zur Einholung und Dokumentation von Einwilligungen, siehe Consent Management.
TCF – Transparency and Consent Framework. Branchenstandard zur Übermittlung von Einwilligungssignalen.
UWG – Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Bestimmt, welche Werbeansprache zulässig ist, siehe werbliche Ansprache und UWG.
AVV / AV – Auftragsverarbeitungsvertrag. Vertrag mit Dienstleistern, die Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, siehe Auftragsverarbeitung.
TOM – Technische und organisatorische Maßnahmen. Schutzmaßnahmen, die im AVV beschrieben werden.
VVT – Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Pflichtdokumentation aller Verarbeitungen.
Dieses Kapitel ersetzt keine Rechtsberatung; es benennt nur die Begriffe, die in Projekten regelmäßig auftauchen.
Ein mittelständisches Unternehmen braucht keine sechzig Kennzahlen. Für die Steuerung genügen in aller Regel diese:
Ebene
Kennzahl
Frage, die sie beantwortet
Einkauf
CPC und CPM
Was kostet Aufmerksamkeit?
Website
CR
Wie viele Besuche werden zu Anfragen?
Anfragen
CPL
Was kostet eine Anfrage?
Qualität
Anteil qualifizierter Anfragen
Sind es die richtigen?
Vertrieb
Abschlussquote
Wird daraus Geschäft?
Geschäft
CPO und CAC
Was kostet ein Kunde?
Wert
LTV und ROAS
Lohnt sich das dauerhaft?
Diese sieben Zeilen bilden die vollständige Kette vom ersten Klick bis zum wiederkehrenden Kunden. Alles andere ist Diagnose: nützlich, um eine Abweichung zu erklären, aber nicht geeignet, ein Unternehmen zu steuern.
Die häufigste Ursache für widersprüchliche Zahlen ist nicht das Werkzeug, sondern die fehlende Definition. Wer schriftlich festhält, was in seinem Haus als Lead, als Conversion und als Neukunde gilt, gewinnt mehr Klarheit als durch jedes zusätzliche Berichtssystem.
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CPC steht für Cost per Click, also die Kosten je Anzeigenklick. CPL steht für Cost per Lead, die Kosten je eingegangener Anfrage. CPA steht für Cost per Action, die Kosten je definierter Zielhandlung – häufig ein Abschluss. Alle drei folgen derselben Formel: Kosten geteilt durch die gezählte Handlung.
Der ROAS setzt Umsatz ins Verhältnis zu Werbekosten, der ROI den Gewinn ins Verhältnis zu allen eingesetzten Kosten. Der ROAS lässt sich schneller ermitteln, der ROI ist die betriebswirtschaftlich belastbarere Größe.
MQL steht für Marketing Qualified Lead: ein Kontakt, der die vom Marketing definierten Kriterien für eine Übergabe erfüllt. SQL steht für Sales Qualified Lead: ein Kontakt, den der Vertrieb geprüft und als echte Verkaufschance bestätigt hat.
Sieben genügen: Klickpreis, Conversion Rate, Kosten pro Anfrage, Anteil qualifizierter Anfragen, Abschlussquote, Kosten je Neukunde und Kundenwert. Diese Kette bildet den gesamten Weg vom Klick bis zum wiederkehrenden Kunden ab.
AEO steht für Answer Engine Optimization, also die Optimierung auf Antwortmaschinen. Gemeint ist die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten und Antwortboxen, im Unterschied zur klassischen Platzierung in einer Liste blauer Links.
Keiner. CPM steht für Cost per Mille, TKP für Tausend-Kontakt-Preis. Beide bezeichnen den Preis für tausend Anzeigen-Einblendungen; CPM ist der international übliche, TKP der im deutschsprachigen Mediageschäft gewachsene Begriff.